schön&gut
Neues Programm ab 28. Februar 2013
Premiere 28. Feb. 13, Teufelhof, Basel
Bis dahin spielt schön&gut
«Der Fisch, die Kuh und das Meer»
Poetisches und politisches Kabarett
mit Anna-Katharina Rickert & Ralf Schlatter
In Grosshöchstetten ist Viehschau. Und wer die Viehschau gewinnt, ist König. Seit zehn Jahren ist Gemeindepräsident Peter Kellenberger König. Dass das nicht an seinen Kühen liegt, merkt auch Katharina Gut, Matrosentochter aus Hamburg, in Grosshöchstetten gestrandet. Sie macht sich auf, an Kellenbergers Thron zu sägen. Ihr Werkzeug: Ida, die Kuh. Grossvaters Erbstück und die schönste Grossvieheinheit weit und breit.
Doch bevor sie mit Ida an der Viehschau zum entscheidenden Coup ausholt, holt sie tief Luft und Anlauf auf See, so wie sie es von ihrem Vater gelernt hat. Sie setzt kurzerhand die Segel und macht sich mitten auf einem Emmentaler Acker vom Acker. Wo Gut ist, kann Schön nicht weit sein: Georg Schön, Metzgerssohn, bis anhin nie gross aus Grosshöchstetten raus gekommen. Er heuert als erster Matrose an. Doch anstatt die Weltmeere und Frau Gut im Sturm zu erobern, hat er nur eines im Sinn: Sie um jeden Preis von der Viehschau abzuhalten.
Warum nur tut er das? Wer hat hier wen in der Hand? Woher weht genau der Wind? An wessen Angel hängt der dickste Fisch? Und was sagt die Kuh dazu? Das Schiff und die Geschichte nehmen ihren Lauf und so manch versunkenes Geheimnis taucht aus den Untiefen des Dorfes auf.
Der dritte Streich von schön&gut verspricht eine Schiffsladung Wortwitz, Poesie, geistreiche Satire und überbordende Fantasie. Und vielleicht ein paar Antworten auf die entscheidende Frage: Wer hat die Macht? Und was macht die Macht mit dem, der sie hat?
«schön&gut» sind Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter. Seit 2003 stehen sie mit poetischem und politischem Kabarett auf den Kleinkunstbühnen der Deutschschweiz. 2004 erhielten sie den Salzburger Stier.
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Programme
2009 - «Der Fisch, die Kuh und das Meer»
2006 - 2009«Das Kamel im Kreisel»
2004 - 2006 «Eine Liebesgeschichte»
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Auszeichnungen
2004
Salzburger Stier
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Anna-Katharina Rickert
Geboren 27. Dezember 1973 in Zürich, aufgewachsen in Birmensdorf
(ZH), lebt als freie Schauspielerin und Kabarettistin in Zürich.
Ausbildung
- Nach der Matura (Typus D) dreijährige Ausbildung an der 'comart',
Schule für Theater, Mime und Tanz in Zürich.
- Weiterbildung in Mimenkunst bei Roy Bosier, Schauspielhaus Zürich.
- Weiterbildung in der Strasberg-Methode bei Herbert Fischer in Berlin.
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Ralf Schlatter
Geboren 1971 in Schaffhausen. Studium von Geschichte und Germanistik in Zürich
und Spanien. Lebt als freier Autor und Kabarettist in Zürich.
Romane & mehr
-
Verzettlet, Geschichten, Chr. Merian Verlag, 2008
-
Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor, Erzählung,
Verlag Kein&Aber, 2003.
- Federseel, Roman, Verlag Kein&Aber, Zürich,
2002.
- Diverse Hörspiele
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Pressespiegel
«Das Kamel im Kreisel» ist nur metaphorisch zu fassen: Wie sonst
eine Performance beschreiben, die sich (mindestens auch) als irrlichternde
Sprachwucherung versteht? Wenn der Metzgerssohn dichtet, die Matrosentochter
einen Bauern heiraten will, der Priester sich zu metaphysischer Dämonie
heraufschwingt, der grüne Politiker freudianisch unterlegte Komplexe
auslebt, die Bäche fliessen, die Kühe grasen, die Röcke kurz
und die Sommer lang sind - dann ergiesst sich ein Feuerwerk dramaturgischer
Fantasie, ein damönisch scharf konturierter Wortwitz, eine lautmalerisch
bis ins Detail ausgespitzte Poesie und eine politisch und gesellschaftlich
informierte Satire übers Publikum. In dieser Engagiertheit und mit einem
solchen Feu sacré bleiben Schön & Gut zumindest in der Schweiz
kaum übertreffbar.
Einsam - wie die gewählten Attribute - thront dieses philosophische
und erzählende Kabarett am Himmel des hiesigen Satirebetriebs. (Oltner
Tagblatt, 5. Februar 2006)
«Polaritäten und Wortwitz, Kabarett
der Extraklasse!
Schön&Gut» kratzt am Lack unserer oberflächlich so glänzenden Gesellschaft und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.
Das Stück besticht durch die Tempo-Wechsel: Mal scheint die Welt stillzustehen, dann wieder kann es nicht schnell genug gehen. Dazu kommt das Spiel mit der Sprache. Perfektes Hochdeutsch, breiter Emmentaler Dialekt und die kratzigen Versuche der Politiker, die offizielle Landessprache Deutsch zu sprechen, geben dem Stück eine zusätzliche Dimension. Das war ein hochkarätiger Kabarett-Abend. (Der Rheintaler, Nov. 06)


